11.04.2013 - 12.09.2013

ENIAC Joint Undertaking: Call 2013-2

Am 11.04.2013 wurde ENIAC Call 9 (ENIAC-2013-2) zur Umsetzung der Gemeinsamen Technologieinitiative (JTI) für Nanoelektronik veröffentlicht.

Im Folgenden fnden Sie die Richtlinien zur Förderung von Projekten im Rahmen von Call 9 (ENIAC-2013-2) des Gemeinsamen Unternehmens ENIAC.

Nationaler Zuwendungsgeber

Nationaler Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Förderung des Bundes erfolgt aus Mitteln des Förderprogramms IKT 2020 des BMBF und dem Energie- und Klimafonds (EKF).

Förderkriterien

Im Rahmen des ENIAC Annual Work Programmes 2013 fokussiert das BMBF die Projektförderung ausschließlich auf folgende Grand Challenges:

  • Work Area 1 - Automotive & Transport
    Grand Challenge 1 "Intelligent Electric Vehicle",
    ggf. in Verbindung mit zielführender Forschung aus Work Area 6, 7 oder 8

    Zur Beachtung: Seit dem 01.01.2012 erfolgt die FuE-Förderung für Elektromobilität aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) und ist abhängig von der Mittelverfügbarkeit.
  • Work Area 3 - Energy Efficiency
    Grand Challenge 1 “Sustainable and Efficient Energy Generation”
    Grand Challenge 2 “Energy Distribution and Management – Smart Grid”
    Grand Challenge 3 “Reduction of Energy Consumption”
    ggf. in Verbindung mit zielführender Forschung aus Work Area 6, 7 oder 8
  • Work Area 4 - HEALTH AND THE AGING SOCIETY
    Grand Challenge 1 “Home Healthcare”
    Grand Challenge 2 “Hospital Healthcare”
    Grand Challenge 3 “Heuristic Healthcare”
    ggf. in Verbindung mit zielführender Forschung aus Work Area 6, 7 oder 8
  • Work Area 5 - SAFETY & SECURITY
    Grand Challenge 1 “Consumer and Citizens Security”
    Grand Challenge 2 “Securing the European challenging Applications
    ggf. in Verbindung mit zielführender Forschung aus Work Area 6, 7 oder 8

Gegenstand der Förderung von Pilotlinien sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben im IKT-Bereich, die technologieübergreifend und produktionsbezogen sind. Die Vorhaben müssen auf experimentelle Entwicklung innerhalb der Technical Readiness Level 5 – 8 ausgerichtet sein, eine ausreichende Innovationshöhe erreichen und ohne Förderung nicht durchgeführt werden könnten.

Gefördert werden produktionsorientierte FuE-Vorhaben mit nachhaltigem wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland und Europa im Sinne von Beschäftigungssicherung und -ausbau, Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit sowie verbesserter Wertschöpfung. Es ist erforderlich, dass die Forschungsprojekte maßgebliche Beiträge zur „Hightech-Strategie 2020 für Deutschland“ und zum Förderprogramm „IKT 2020“ des BMBF leisten. Die Wertschöpfungskette sollte durch die Projektpartner möglichst vollständig abgedeckt werden. Die wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse muss dem Standort Deutschland in ausreichendem Maße zu Gute kommen.

Die FuE-Vorhaben müssen gesellschaftlich relevanten Fragestellungen zuzuordnen sein. Wesentliches Ziel der Förderung ist die Stärkung der Position der deutschen Projektpartner und der ergebnisverwertenden Unternehmen am Standort Deutschland und Europa sowie der beschleunigte Technologietransfer aus dem vorwettbewerblichen Bereich in die praktische Anwendung. Die Projekte sollen den Mehrwert der FuE-Ergebnisse anhand einer geeigneten Anwendung, z. B. als Demonstrator oder Prototyp, darstellen.

Projekte der reinen Grundlagenforschung sind von der Förderung ausgenommen.

Die geplante Arbeit der Projektpartner darf weder bereits gefördert worden sein noch redundant mit vergleichbaren bereits geförderten Projekten sein.

Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, staatliche und nichtstaatliche Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vorzugsweise in Form von Verbünden zwischen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann im Rahmen der Förderung durch das BMBF unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Die Zuwendungen können im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. Da diese Ausschreibung auf experimentelle Entwicklung für Pilotlinien ausgerichtet ist, kann die durchschnittliche Förderquote für die Arbeitspakete maximal 25% betragen (bis zu 10% nationale Förderung + 15% europäische Förderung).Nach BMBF-Grundsätzen wird die entsprechende Eigenbeteiligung vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft - FhG - die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100% (bis zu 85% nationale Förderung + 15% europäische Förderung) gefördert werden können.

Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss den Gemeinschaftsrahmen der EU-Kommission für staatliche FuEuI-Beihilfen berücksichtigen. Für KMU können, entsprechend der KMU-Definition der Europäischen Kommission, zusätzliche Zuschläge als Bonus gewährt werden.

Bestandteil eines Zuwendungsbescheides auf Kostenbasis sind grundsätzlich die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft für FuE-Vorhaben (NKBF98).

Bestandteil eines Zuwendungsbescheides auf Ausgabenbasis sind die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) und die Besonderen Nebenbestimmungen für Zuwendungen des BMBF zur Projektförderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF98).

Europäisches Antragsverfahren

Bei dem ENIAC Call 2013-2 handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren. Auf europäischer Ebene ist

  • in der ersten Stufe ein "Projekt Outline",
  • in der zweiten Stufe ein „Full Project Proposal“

beim ENIAC Joint Undertaking einzureichen. Siehe hierzu: http://www.eniac.eu.

Bitte beachten Sie, dass bei dem „Full Project Proposal“ zusätzlich zum Part A und Part B ein Part C eingereicht werden muss. Bei Part C handelt es sich um einen Teil des nationalen Antrages, bestehend aus dem unterschriebenen und gestempelten AZK bzw. AZA 1 – 6 (sieben Seiten) ohne die Anlagen zur Gesamtvorkalkulation bzw. zum Gesamtfinanzierungsplan in PDF-Format.

AZK bzw. AZA 1 – 6 müssen im europäischen und nationalen Antragsverfahren identisch sein.

Der ENIAC Executive Director und seine Mitarbeiter informieren die Projektkoordinatoren direkt über Ergebnisse und nächste Schritte.

Die Ablehnung eines „Full Project Proposals“ durch das ENIAC Joint Undertaking gilt gleichermaßen als Ablehnung für den nationalen Antrag.

Antragsverfahren des BMBF

Zusätzlich zum „Full Project Proposal“ ist ein nationaler Antrag auf Projektförderung einzureichen.

Mit der Abwicklung dieser Fördermaßnahme hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung seinen Projektträger

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Elektronik- und Mikrosysteme
Steinplatz 1
10623 Berlin

beauftragt.

Johannes Rittner
Tel. +49 30 310078 230
Fax +49 30 310078 223
E-Mail: eniac@vdivde-it.de

Förmliche nationale Anträge auf Projektförderung sind vollständig

bis zum 12. September 2013

beim Projektträger in rechtsverbindlicher, schriftlicher Form auf dem Postweg (Datum des Poststempels) sowie in elektronischer Form auf einem Speichermedium bzw. per E-Mail einzureichen. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Verspätet eingehende Anträge können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

Zur Erstellung von förmlichen Anträgen auf Projektförderung ist die Nutzung des elektronischen Antragssystems "easy" erforderlich (https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf&menue=block).

Vordrucke für Anträge auf Projektförderung, Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können unter der Internetadresse https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf&menue=block abgerufen werden.

Antragsunterlagen in deutscher Sprache:

  • easy AZK bzw. easy AZA (ggf. mit AAK oder AAA) in Papierform mit rechtsverbindlicher Unterschrift sowie in elektronischer Form als Original easy-Datei.

    Entsprechend den Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kosten- bzw. Ausgabenbasis muss der Antrag darüber hinaus Angaben zur Beurteilung der Angemessenheit und Notwendigkeit der Zuwendung enthalten.

    Dazu zählen:
  • eine Kurzfassung der Vorhabenbeschreibung (Anlage zu AZK 6 bzw. AZA 6). Diese muss insbesondere detaillierte Kosten/Ausgaben begründende Erläuterungen zu den einzelnen Arbeitspaketen, einen Verwertungsplan mit klarem Anwendungsbezug und Perspektive bzw. Szenarien für den Standort Deutschland sowie eine Darstellung der Notwendigkeit der Zuwendung enthalten
  • eine deutliche Darstellung jedes deutschen Partners zum Mehrwert bzw. Nutzen seiner Beteiligung an einem Pilotprojekt für den Standort Deutschland
  • Erläuterungen zu Vorkalkulation bzw. Finanzierungsplan, insbesondere zu Berechnungsgrundlagen (ggf. sind aktuelle Angebote beizufügen) und Mengenansätzen
  • Unterlagen zum Nachweis der Bonität

Antragsunterlagen in englischer Sprache:

  • das beim ENIAC Joint Undertaking einzureichende "Full Project Proposal" (gilt als Gesamtvorhabenbeschreibung)

Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die ggf. erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu § 44 BHO sowie §§ 48 bis 49a Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG).

Die Ablehnung eines „Full Project Proposals“ durch das ENIAC Joint Undertaking gilt gleichermaßen als Ablehnung für den nationalen Antrag – eine gesonderte Benachrichtigung erfolgt nicht.

Alle Antragsteller sind aufgefordert, zum frühestmöglichen Zeitpunkt Kontakt mit den Projektträgern aufzunehmen!

Ansprechpartnerin für das Gemeinsame Unternehmen ENIAC

Sabine Schröder
Projektträger für das BMBF im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
IKT-Strategie & EU-Synergien
Rosa-Luxemburg-Str. 2
10178 Berlin

Tel.: +49 30 670 55-772
Fax: +49 30 670 55-722
E-Mail: eniac@dlr.de